RevisionsPraktiker 08-09/2016

Cover RevisionsPraktikerLiebe Leserinnen und Leser,

gibt es einen Zusammenhang zwischen Wein und Revision? Ein abstrakter Gedanke bei dem bei Ihnen sicherlich verschiedene Assoziationen hervorgerufen werden. Vielleicht auch bei einem guten Glas Wein den teils hektischen Prüfungsalltag vergessen … als einen Teil der modernen „Work-Life-Balance“ in der Internen Revision? Ein anderes Experiment, welches praktisch ausprobiert wurde, lässt den Schluss zu, dass sich das revisorische Know-how eignet, eine direkte Verbindung zwischen Wein und Revision zu schaffen. Und zwar mit prüferischen Techniken einen Weinführer zu schreiben. Wie gehen Sie dabei vor?

Sie bestimmen zunächst das Ziel und definieren wesentliche Eckpunkte des Projektes „Weinführer“. Bei Anwendung der Technik des risikoorientierten Prüfungsansatzes und Übertragung auf ein Weingebiet Ihrer Wahl, ist der erste Schritt schon festgelegt. Statt der Bestimmung des „Audit Universe (Prüffeldlandkarte)“ wählen Sie einfach eine beliebige Weinbauregion. Wichtig ist die Inventur, d. h. die aktuelle Aufnahme aller Winzerbetriebe analog der Prüffelder. Hierbei beobachten Sie, dass sich die Prüffeldlandkarte ständig verändert. Manche Weinbaubetriebe fusionieren, einige fallen weg und neue Betriebe kommen hinzu. Die Parallelen zur risikoorientierten Prüfungsplanung werden dabei deutlich. Weiter lesen.. »

FCH-Neuerscheinung: BankPersonaler-Handbuch

25. August 2016 in Kategorie Buchneuerscheinung, FCH News

Cover_BankPersonalerHandbuch_978-3-943170-96-2Der folgende Titel ist für Sie ab sofort bei uns erhältlich:

Kuhn/Thaler (Hrsg.)
BankPersonaler-Handbuch

Personalmanagement und Arbeitsrecht in der Finanzwirtschaft

Stand: 01.07.2016
Erscheinungstermin: 09.08.2016
Umfang: ca. 616 Seiten
Preis: € 119,-
ISBN: 978-3-943170-96-2


Die Anforderungen an das Personalmanagement in der deutschen Finanzwirtschaft sind in den ver­gangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Damit einher geht ein starker Wandel der notwendigen Kompetenzen der Mitarbeiter in den Personalbereichen und gleichzeitig ergibt sich die dringende Notwendigkeit, die Personalarbeit und ihre Mitwirkung in der gesamten Organisation strategisch und langfristig in den Instituten zu positionieren. Weiter lesen.. »

Aus dem Frankfurter Arbeitskreis MaRisk-Compliance

FAMCvon
Martin Daumann, Leiter Compliance, Degussa Bank AG
Matthias Rozok, Rechtsanwalt, dwpbank
Karsten Büll, Leiter Compliance, Bank für Sozialwirtschaft


A. MaRisk 6.0 und die Auswirkungen auf die MaRisk- Compliance-Funktion

Ein wesentlicher Themenschwerpunkt der diesmaligen dreistündigen Sitzung waren Stand und Auswirkungen der aktuellen MaRisk-Konsultation. Die Teilnehmer diskutierten, welche Bedeutung die Anpassungen des Abschnitts AT 4.4.2 für die Rolle und die Aufgaben der MaRisk-Compliance-Funktion habe. Viele Teilnehmer vertraten die Auffassung, dass die BaFin erkennbar die Unabhängigkeit des MaRisk-Compliance-Beauftragten stärken wolle. Den Verzicht der BaFin auf weitere Detailregelungen zu den FAMC1Monitoring-, Impuls- und Kontrollaufgaben der MaRisk-Compliance deuteten einige Experten als aktives Bekenntnis der Aufsicht zu einem weiten Handlungs- und Ermessensspielraum der Beauftragten in diesen Funktionen.

In diesem Zusammenhang diskutierten die Teilnehmer, inwieweit Umsetzungsverantwortung und Projektleitung richtig bei der MaRisk-Compliancefunktion angesiedelt sind. Die meisten Teilnehmer schlossen sich der Meinung an, dass die BaFin im Fachgremium MaRisk hinreichend deutlich gemacht habe, dass die Primärverantwortung in den jeweiligen Fachbereichen liege. Zudem könne und solle die MaRisk-Compliance im Haus vorhandene Expertise nutzen und keine Paralleluniversen einrichten. Die Compliance habe daher vorrangig auf die Information der Facheinheiten zu achten und darauf, dass diese ihrer Umsetzungsverantwortung entsprechen. Weiter lesen.. »

Auslagerbarkeit des Informationssicherheitsbeauftragten

22. August 2016 in Kategorie Vorstand / Revision / IT

bit_forumvon
Dr. Jaime Uribe
Bereichsleiter Personal und IT, Finanz Colloquium Heidelberg GmbH


Die Frage der Auslagerbarkeit des Informationssicherheitsbeauftragten (ISB) und deren aufsichtsrechtliche Konsequenzen, insbesondere für kleine Institute, hat in letzter Zeit an Bedeutung gewonnen. Der Austausch zwischen der Deutschen Kreditwirtschaft (DK) und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) verläuft momentan intensiv und führt auch z. T. zu Aussagen seitens der Aufsicht, die den Erwartungen des DK hierzu jedoch nicht entsprechen.

Schreiben zum IT-Sicherheitsbeauftragten – Neuer Entwurf der BaFin

Vor kurzem hat das IT-Referat der BaFin einen überarbeiteten Entwurf des Schreibens zur Verfügung gestellt, welches letztes Jahr zu Unsicherheiten in der Auslegung geführt hatte. Die in dem Entwurf vorgenommenen Anpassungen lassen jedoch erkennen, dass die BaFin weiterhin die Position vertritt, die Funktion des Informationssicherheitsbeauftragten sei grundsätzlich nicht auslagerbar. Die Rechtsgrundlage dieser aufsichtlichen Bewertung sind § 25a Abs. 1 KWG i. V. m. AT 7.2 MaRisk und § 25b KWG i. V. m. AT 9 Tz. 7 MaRisk unter Verweis auf die ISO 2700xx-Reihe bzw. den BSI-Grundschutzstandard 100-1 und -2. Weiter lesen.. »

Update Arbeitsrecht: Abmeldepflicht auch für freigestellte Betriebsratsmitglieder!

19. August 2016 in Kategorie Personal

FCH_Personalvon
Marcus Michel
Geschäftsführer FCH Personal GmbH


Freigestellte Betriebsratsmitglieder sind verpflichtet, sich vor Verlassen des Betriebes innerhalb der Arbeitszeiten abzumelden, sich nach ihrer Rückkehr beim Arbeitgeber zurückzumelden und die voraussichtliche Dauer der Betriebsratstätigkeit anzuzeigen.

An- und Abmelden sind vertragliche Nebenpflichten

Die Ab- und Rückmeldepflicht sowie die Pflicht zur Information des Arbeitgebers über die voraussichtliche Dauer der Abwesenheit vom Betrieb gehören bei den nach § 38 Abs. 1 BetrVG von der Arbeitsleistung freigestellten Betriebsratsmitgliedern – genau wie bei nicht freigestellten – zu den Nebenpflichten nach § 241 Abs. 2 BGB sowie zu den Pflichten aus § 2 Abs. 1 BetrVG (vertrauensvolle Zusammenarbeit). Der Arbeitgeber habe zwar anders als bei nicht freigestellten Betriebsräten nicht das Problem, die während der Abwesenheit nicht geleistete Arbeit anderweitig zu organisieren. Denn die Freistellung entbindet die Betriebsräte von der Arbeitspflicht. Der Arbeitgeber habe aber ein berechtigtes Interesse zu erfahren, wie lange ein Betriebsrat abwesend ist.

An die Stelle der Arbeitspflicht tritt die Verpflichtung des Betriebsratsmitglieds, während seiner vertraglichen Arbeitszeit im Betrieb am Sitz des Betriebsrats, dem er angehört, anwesend zu sein und sich dort für anfallende Betriebsratsarbeit bereitzuhalten. BAG, 24.02.2016 – 7 ABR 20/14 Weiter lesen.. »