Legal English

3. Juli 2017 in Kategorie AufsichtsEnglisch

von
Patrick Mustu
Rechtsanwalt, Sprachtrainer und Fachübersetzer


In Zeiten der Globalisierung kommt der Kommunikationsfähigkeit im internationalen Geschäftsleben immer mehr Bedeutung zu. Davon erfasst werden nicht nur Sekretariatsaufgaben, sondern auch Fachleute im stetig wachsenden Umfang. Die zunehmende Internationalisierung erfordert aber neben Soft Skills immer mehr Kompetenzen, die eine Kommunikation auf fachsprachlicher Ebene ermöglichen.

Zahlen und Fakten

Jeder Dritte benötigt zumindest Grundkenntnisse in Fremdsprachen, jeder sechste Erwerbstätige Fachkenntnisse. Das ist das Ergebnis einer Studie, für die das Bundesinstitut für Berufsbildung 20.000 Erwerbstätige befragt hat. Fest steht: Je anspruchsvoller die Tätigkeit, desto eher werden Fremdsprachenkenntnisse verlangt. Das gilt besonders für Akademiker, z. B. Wissenschaftler, Informatiker, Ingenieure und Journalisten. Überdurchschnittlich oft brauchen aber auch Dienstleistungskaufleute Sprachkenntnisse, z. B. aus den Bereichen Banken und Versicherungen. Neben der eigentlichen Standardsprache gewinnen fachsprachliche Kompetenzen immer mehr an Bedeutung.

Banking goes English

Im Bankwesen müssen vielfältige Aufgaben wahrgenommen werden. Neben der Kundenbetreuung steht das Abwickeln bestimmter Geschäftsvorfälle auf dem Plan. Investment Banking, Asset Management, Wertpapierhandel, Finanzierungen und Exportkreditgeschäft, Bilanzanalyse, Due Diligence, M & A – in welchem Bereich man auch tätig ist, Englisch steht immer häufiger auf dem Plan. Das gilt sowohl im Hinblick auf das schlichte Lesen und Erfassen von Dokumenten als auch in Bezug auf die aktive Kommunikation auf mündlicher und schriftlicher Ebene.

Gespräche, Telefonate, Meetings, Telefon- und Videokonferenzen, Korrespondenz, Stellungnahmen, Memoranda und Gutachten – man muss sich rüsten. Und dafür benötigt man die richtigen Ausdrücke, Wendungen, Fachbegriffe und Textbausteine. EU Regulatory EU, EZB und EBA überfluten uns mit Richtlinien, Standards und anderen Vorgaben. Vieles ist unmittelbar nur auf Englisch verfügbar, mitunter aber kurzfristig umzusetzen. Besonders für Bankjuristen und Anwälte sind Kenntnisse der englischen Rechtssprache und Termini mit Blick auf die steigende Zahl der Veröffentlichungen unabdingbar.

PRAXISTIPPS

  • Kreditinstitute müssen erkennen, dass sich das Englisch, das ihre Mitarbeiter heutzutage benötigen, in vielerlei Hinsicht vom klassischen Business- und Office-Englisch unterscheidet.
  • Es fallen besondere Aufgaben an, die im Rahmen eines Sprachtrainings bedarfsgerecht eingebunden werden müssen, um den Anforderungen in der Praxis gerecht zu werden.
  • Englisch für den Beruf muss tätigkeitsorientiert ausgerichtet und mit der benötigten Fachsprache unterfüttert werden
  • Um den steigenden Anforderungen an die Arbeit in einem mehr und mehr international regulierten Branchenumfeld zu begegnen, sollten Institute zeitnah damit beginnen, ihre Mitarbeiter bedarfsgerecht zu schulen – ob in allgemeinen Banking bzw. Legal-English-Seminaren, modularen Spezialisierungen oder individuellen Coachings.

SEMINARTIPPS

BUCHTIPP


Bill Child

AufsichtsEnglisch 2. Auflage

Erscheinungstermin: 31.03.2016
Umfang: 291 Seiten
Preis: € 119,-
ISBN: 978-3-95725-047-6
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Dieser Beitrag ist erschienen im Newsletter Banken-Times SPEZIAL AufsichtsEnglisch,
Ausgabe April/Mai 2017
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(Kostenlose) Bestellung möglich unter http://www.fc-heidelberg.de/bankentimes
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