RevisionsPraktiker 12-01/2017

23. Dezember 2016 in Kategorie RevisionsPraktiker, Vorstand / Revision / IT

cover_rp_12_2017-212x300Liebe Leserinnen und Leser,

die nächste Novelle der InstitutsVergV steht bevor. Einen entsprechenden Gesetzesentwurf hat die BaFin am 10.08.2016 zur Konsultation gestellt. Auf diese Weise sollen die Vergütungsguidelines der EBA (EBA/GL/2015/22) mit Wirkung zum 01.01.2017 in deutsches Recht umgesetzt werden.

Die BaFin hält zwar im Rahmen des Gesetzesentwurfs an der Unterscheidung zwischen bedeutenden und nicht-bedeutenden Instituten fest. Auf europäischer Ebene ist jedoch ein Gesetzgebungsverfahren angestoßen, das diesbezüglich zu Änderungen führen könnte. Im Bereich der allgemeinen Anforderungen hat insbesondere das Erfordernis der Risk Taker-Identifizierung durch sämtliche CRR-Institute erhebliche praktische Konsequenzen. Das gilt namentlich für die nicht-bedeutenden Institute. Denn dieses komplexe Verfahren ist mit erheblichem Aufwand verbunden.

Verschärfungen ergeben sich außerdem im Hinblick auf den Abschluss von Abfindungsvereinbarungen und bei der Gestaltung der Vergütungsparameter, neben qualitativen und quantitativen Parametern sollen zukünftig auch absolute und relative Parameter in den Vergütungssystemen verankert sein. Gleichzeitig gibt es Erleichterungen bei der Zulässigkeit von Funktionszulagen. Weiter lesen.. »

RevisionsPraktiker 10-11/2016

cover_rp_10_2016Liebe Leserinnen und Leser,

vom englischen Naturforscher Charles Darwin stammt das Zitat „Es ist nicht die stärkste Spezies, die überlebt, auch nicht die intelligenteste, es ist diejenige, die sich am ehesten dem Wandel anpassen kann“.

Veränderungen und Wandel sind stetiger Begleiter des Lebens, sowohl im Leben der Menschen als auch der Unternehmen. Das ist insofern nichts wirklich Neues. Die Veränderungsgeschwindigkeit, deren Dimensionen und Auswirkungen, mit der sich die „Spezies“ Finanzdienstleistungssektor und hier insbesondere die Mitglieder der drei Banksäulen seit geraumer Zeit konfrontiert sehen, verdunkelt den Himmel jedoch zusehends und lässt die Frage nach dem Morgen, dem „Wie-soll-es-weitergehen?“, der Zukunftsfähigkeit insgesamt jedoch immer drängender werden.

Es bedarf mutiger, tatkräftiger Entscheider in den Kreditinstituten, die Entschlossenheit an den Tag legen, um sich der Aufgaben und Herausforderungen anzunehmen. Immanent ist diesen die Bereitschaft zum Wandel – idealerweise gepaart mit unternehmerischer Kreativität.

Die Innenrevision kann hierzu im Rahmen ihrer Aufgaben und Tätigkeiten einen wesentlichen, sinnstiftenden Beitrag leisten. Das bezieht sich jedoch nicht nur auf die prüfende und beratende Tätigkeit der Innenrevision als solche. Auch sie selbst ist aufgefordert, ihre Handlungs- und Vorgehensweise in regelmäßigen Abständen – wenn nicht sogar permanent – auf den Prüfstand zu stellen. Um diesen Aspekt, den sich die Innenrevision überwiegend aus eigenem Antrieb heraus bereits zu Herzen nehmen dürfte, Nachdruck zu verleihen, hat die Bankenaufsicht dieses klarstellend kodifiziert. Neben Ausführungen in den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (z. B. BT 2 Tz 2 hinsichtlich Prüfungsplanung, -methoden und -qualität) hat die BaFin ihrer Erwartungshaltung hierzu durch Schreiben vom 25.10.2013 bzw. im BaFinJournal vom März 2014 weiter konkretisiert. Weiter lesen.. »

RevisionsPraktiker 08-09/2016

Cover RevisionsPraktikerLiebe Leserinnen und Leser,

gibt es einen Zusammenhang zwischen Wein und Revision? Ein abstrakter Gedanke bei dem bei Ihnen sicherlich verschiedene Assoziationen hervorgerufen werden. Vielleicht auch bei einem guten Glas Wein den teils hektischen Prüfungsalltag vergessen … als einen Teil der modernen „Work-Life-Balance“ in der Internen Revision? Ein anderes Experiment, welches praktisch ausprobiert wurde, lässt den Schluss zu, dass sich das revisorische Know-how eignet, eine direkte Verbindung zwischen Wein und Revision zu schaffen. Und zwar mit prüferischen Techniken einen Weinführer zu schreiben. Wie gehen Sie dabei vor?

Sie bestimmen zunächst das Ziel und definieren wesentliche Eckpunkte des Projektes „Weinführer“. Bei Anwendung der Technik des risikoorientierten Prüfungsansatzes und Übertragung auf ein Weingebiet Ihrer Wahl, ist der erste Schritt schon festgelegt. Statt der Bestimmung des „Audit Universe (Prüffeldlandkarte)“ wählen Sie einfach eine beliebige Weinbauregion. Wichtig ist die Inventur, d. h. die aktuelle Aufnahme aller Winzerbetriebe analog der Prüffelder. Hierbei beobachten Sie, dass sich die Prüffeldlandkarte ständig verändert. Manche Weinbaubetriebe fusionieren, einige fallen weg und neue Betriebe kommen hinzu. Die Parallelen zur risikoorientierten Prüfungsplanung werden dabei deutlich. Weiter lesen.. »

RevisionsPraktiker 06-07/2016

Cover RevisionsPraktikerLiebe Leserinnen und Leser,

der Bankensektor bewegt sich in Zeiten epochaler Veränderungen. Kaum ein Tag vergeht ohne neue Nachrichten über teure Rechtstreitigkeiten, Strafzahlungen, Filialschließungen, Mitarbeiterentlassungen sowie neu erwachsende Konkurrenz in den traditionellen Geschäftsfeldern von Zahlungsverkehr und Einlagen- und Kreditgeschäft durch Nichtbanken. „Banking is necessary, banks are not“, dieses Zitat von Bill Gates aus dem Jahre 1994 erscheint aktueller denn je. Fundamental veränderte Rahmenbedingungen seitens der Märkte, die Steuerungswirkungen detaillierter Regulierung sowie der Megatrend der Digitalisierung mit modernen Technologien im Bereich von Finanzdienstleistungen ändern die Spielregeln des Bankgeschäfts. Ein Beispiel hierfür ist die Blockchain-Technologie mit revolutionierendem Potenzial im Bereich der Kontenführung, dem Ankerprodukt des Bankgeschäfts. Diese Trends zu ignorieren, ist keine Option. Ihnen durch fundamentale Neuausrichtung aktiv zu begegnen, ist die entscheidende Herausforderung der Zukunft. Weiter lesen.. »

RevisionsPraktiker 04-05/2016

Cover RevisionsPraktikerLiebe Leserinnen und Leser,

der „Einheitliche Aufsichtsmechanismus“ (Single Supervisory Mechanism – SSM) stellt seit November 2014 das „neue System“ der Bankenaufsicht mit dem Ziel, eine einheitliche Aufsicht in Europa sicherzustellen, dar. Hierzu wurde die Aufsicht über signifikante Institute direkt bei der EZB und die über die übrigen Institute bei den nationalen Aufsichtsbehörden, in enger Zusammenarbeit mit der EZB, angesiedelt. Die grundlegenden Ziele der neuen Bankenaufsichtsstruktur sind in neun Grundprinzipien – wie Homogenität, risikobasiertem Ansatz, Verhältnismäßigkeit und Angemessenheit – niedergelegt.

Um dies zu gewährleisten, verfügt der SSM über eine eigens dafür geschaffene Funktion (Quality Assurance (QA)), deren Hauptaufgabe es ist, in Zusammenarbeit mit den operativ verantwortlich handelnden Personen und Organisationseinheiten innerhalb des SSM zu garantieren, dass diese Grundsätze bei allen Tätigkeiten angemessen – im Sinne von „Best Practices“ – umgesetzt werden. Die Abteilung QA wurde innerhalb der Generaldirektion Mikroprudenzielle Aufsicht IV angesiedelt. Weiter lesen.. »