FCH-Neuerscheinung: AnaCredit: Das gläserne Kreditportfolio

21. März 2017 in Kategorie Buchneuerscheinung, FCH News

Der folgende Titel ist für Sie ab sofort bei uns erhältlich


Buchheit/Günther/Hauser/Klausch

AnaCredit: Das Gläserne Kreditportfolio

Neue komplexe, hochgranulare Meldeanforderungen

Stand: 01.02.2017
Erscheinungstermin: 15.03.2017
Umfang: ca. 123 Seiten
Preis: € 59
ISBN: 978-3-95725-067-4
Hier erhalten Sie weitere Infos zum Buch und die Möglichkeit zur Bestellung im Online-Shop


Der EZB-Beschluss zur Umsetzung von AnaCredit vom 18.05.2016 setzt die Kreditinstitute unter erheblichen Zugzwang. Die Neuerungen für den stufenweisen Aufbau einer hochgranularen Kreditdatenbank sind sehr komplex und haben gravierende Auswirkungen auf die institutsinternen Datenhaushalte und Prozessorganisationen aller Häuser.

Eine Zusammenführung von Kreditdaten aus unterschiedlichen Geschäftsbereichen und Da­tenhaushalten (Meldewesen, Bilanzierung, Rechnungswesen, Ri­sikomanagement) ist unumgänglich, weshalb ein zu langes Zu­warten auf IT-Lösungen fahrlässig wäre und von der Aufsicht nicht akzeptiert werden würde. Bis zu den ersten Meldungen ab Januar 2018 und der endgültigen vollumfänglichen Meldung im Septem­ber 2018 müssen die prozessualen und datentechnischen Voraus­setzungen geschaffen werden, dass die betreffenden Kredite ab einer Grenze von 25.000 € vollständig angezeigt werden können.

Warum zukünftig „gläserne Kreditportfolien“? Aus den neu zu meldenden fast 100 Attributen zu Krediten, Sicherheiten und Kre­ditrisiken erhalten vor allem die Europäische und die nationalen Zentralbanken eine noch nie da gewesene Transparenz mit ent­sprechenden Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten (Verbünde!).

Das sehr praxis-/prozessorientierte Buch liefert auf Basis der Erkennt­nisse und Probleme aus (laufenden) Umsetzungsprojekten eine Fülle von Tipps und Handlungsempfehlungen für eine fehlerminimieren­de Umsetzung der eigenen Projekttätigkeiten (u. a. für notwendige IT-/Prozessumstellungen für die korrekte Befüllung der Datenfelder, prozessuale (Daten-)Fallstricke). Aufgrund der Komplexität und The­menbreite von AnaCredit richtet sich das Fachbuch an die Markt­folge Kredit, Meldewesen, Kreditsteuerung, Grundsatzabteilung, Kreditrevision sowie aufgrund der erheblichen IKS-/Kontrollrelevanz auch an Kredit-Compliance, Organisation und externe Prüfer.

 

Begleitung des MiFID II-Implementierungsprojektes durch Compliance

20. März 2017 in Kategorie Compliance

von
David Paal
Compliance Officer, WpHG-Compliance Privat- und Firmenkundengeschäft, Deutsche Bank AG


Auch wenn die Verlängerung der Anwendungsfrist der Richtlinie 2014/65/EU über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID II) auf den 03.01.2018 allen betroffenen Wertpapierdienstleistungsunternehmen etwas mehr Zeit für die Umsetzung der neuen Anforderungen verschafft, bleiben die Herausforderungen der Umsetzung nach wie vor bestehen.

Der Compliance-Funktion kann dabei, je nach Art und Umfang des Geschäftsbetriebs, aber auch je nach Umfang und Ausstattung weiterer Kontroll- und Beratungsfunktionen (wie bspw. eine Rechtsabteilung), neben einer Beratungs- auch eine Überwachungs- und Koordinationsfunktion innerhalb des MiFID II-Umsetzungsprojektes zukommen. Davon abzugrenzen bleibt jedoch weiterhin die Verantwortung der operativen Bereiche für die Umsetzung solcher Anforderungen aus der MiFID II, welche die operativen Tätigkeiten der Wertpapierdienstleistungsunternehmen betreffen.

MiFID II-Umsetzungsprojekt innerhalb von Compliance

Eine Reihe von Anforderungen aus der MiFID II sowie aus den ergänzenden Rechtsakten betrifft auch die Compliance-Funktion an sich.

Dazu zählen bspw. die detaillierteren Berichtspflichten an die Geschäftsleitung aus Art. 22 der delegierten Verordnung der Europäischen Kommission vom 25.04.2016 in Bezug auf die organisatorischen Anforderungen an Wertpapierfirmen im Hinblick auf die Abwicklung von Kundenbeschwerden oder auch des Produktfreigabeprozesses gem. § 81 Abs. 4 WpHG-RegE (Regierungsentwurf eines zweiten Gesetzes zur Novellierung von Finanzmarktvorschriften auf Grund europäischer Rechtsaktie – 2. FiMaNoG). Die Umsetzung dieser Anforderungen muss in der Verantwortung von Compliance liegen. Weiter lesen.. »

Schutzbedarfsanalyse – Das Kernelement eines Informations-Sicherheits-Management-Systems

17. März 2017 in Kategorie IT / Orga / Neue Medien

von
Mike Bona-Stecki
IT-Revisor, Interne Revision, Sparkasse Langen-Seligenstadt


Angesichts steigender Bedrohungen müssen sich Finanzdienstleistungsinstitute stärker vor Cyberangriffen schützen. Der Schutz von Unternehmenswerten, Daten und kritischen Informationen erfordert, dass die zur Abbildung von Unternehmensprozessen eingesetzten IT-Systeme und -Infrastruktur ange-messen bewertet und abgesichert sind. Damit einhergehend wird der Fokus außerdem immer stärker auf ein ganzheitliches Informationsrisikomanagement gelenkt, mit welchem u. a. die SOLL-IST-Abweichung bei Sicherheitsmaßnah-men festgestellt werden soll.

Am Anfang eines strukturierten Informationsrisikomanagements stehen die Schutzbedarfsanalyse und damit die Feststellung des Schutzbedarfs. Mit Hilfe der Schutzbedarfsanalyse kann eine (Basis-)Überprüfung der Prozesslandschaft bzw. der (IT-)Infrastruktur vorgenommen werden, um die Vorgaben für ein unternehmensweites Sicherheitsniveau schaffen zu können. Im Fokus der Schutzbedarfsanalyse steht hierbei die Fragestellung, wie viel Schutz die betrachteten Unternehmenswerte und (IT-)Objekte in Bezug auf die Informationssicherheit benötigen.

Gesetzliche und aufsichtliche Anforderungen fordern von Finanzdienstleistungsinstituten bereits seit mehreren Jahren die Etablierung eines angemessenen Informations- Sicherheits-Management-Systems (ISMS) auf Basis eines gängigen Standards. Dabei stellt die Ermittlung des Schutzbedarfs ein grundlegendes Element zur Umsetzung dieser Standards dar. Weiter lesen.. »

Quick-Check-Analyse Kreditentscheider und Votierer

15. März 2017 in Kategorie Kredit

von
Dr. Thomas Kohlhase
Senior Credit Analyst, Fixed Income, Talanx Asset Management GmbH


Kreditentscheider und Votierer müssen in der Alltagspraxis häufig innerhalb kurzer Zeit mehrere Kreditentscheidungsvorlagen prüfen und genehmigen. Die Bilanzund Bonitätsanalyse als Grundlage von Kreditentscheidungen darf auch dabei nicht zu kurz kommen. Durch zielgenaue Analyse und Anwendung zentraler Kennzahlen, Konsistenzchecks und kritisches Hinterfragen lassen sich in kurzer Zeit wichtige Erkenntnisse gewinnen.

Der Bonitätsanalyse kommt im Rahmen des Firmenkundenkreditgeschäftes ein sehr hoher Stellenwert zu. Aus der Analyse von Jahresabschlusszahlen und unterjährigen Daten lassen sich nicht nur wichtige Hinweise über das Risikoprofil eines Kunden gewinnen, sondern auch Ansatzpunkte für Neugeschäft. Die Ergebnisse der Bonitätsanalyse determinieren maßgeblich die damit verbundene Kreditwürdigkeit und den Risikoappetit einer Bank. Über die daraus abzuleitende Ausfallwahrscheinlichkeit wird nicht nur das Pricing bestimmt, sondern auch Art und Höhe des Geschäfts sowie gegebenenfalls dessen Strukturierung.

Mit Hilfe der Quick-Check-Analyse von Kundenbilanzen können Entscheider auf Markt- und Marktfolgeseite schnell das Gesamtrisikoprofil eines Firmenkunden erfassen. Ausgehend von der Branchenanalyse, über das Aufspüren zentraler bilanzpolitischer Stellschrauben bis zur Identifizierung von Schlüsselkennzahlen eignet sich diese Konzeption nicht nur für das Bestandskundengeschäft, sondern auch für die Akquisition von Neukunden. Weiter lesen.. »

Neue Offenlegungsanforderungen nach CRR II

13. März 2017 in Kategorie Banksteuerung / Treasury

von
Thilo Kasprowicz
Partner, Financial Services, Regulatory, KPMG, Frankfurt/M.


Überblick

Am 23.11.2016 hat die Europäische Kommission unter anderem einen Entwurf für die CRR II vorgelegt. Mit diesem Schritt strebt die Europäische Union gesetzgeberisch verschiedene Zwecke an. Zum ersten die Finalisierung des Basel III-Paketes: Die Einführung der Leverage Ratio soll einen exzessiven Einsatz von Fremdkapital auf das eingesetzte Eigenkapital unterbinden und damit bremsend wirken, falls und wenn Risikogewichte zu stark fallen. Die Net Stable Funding Ratio (NSFR) als verbindliches Maß soll einer übermäßigen Fristentransformation Einhalt gebieten.

Beide Elemente sind zentrale Bestandteile der Basel III-Reformen aus dem Jahr 2010. Zum zweiten wurde mit der CRR II der Beginn der Umsetzung des Basel IV-Paketes eingeläutet: Die Überarbeitung der Risikomessung im Nenner der Kapitalquote. Den größten Regulierungsblock stellen die überarbeiteten Regeln für die Messung von Handelsbuchrisiken – des sog. Fundamental Review of the Trading Book – dar. Neben einer neuen Abgrenzung von Handels- und Bankbuch werden sowohl die Standardansätze als auch die internen Modelle komplett erneuert.

Überraschend findet sich im Legislativpaket mit Zinsänderungsrisiken im Bankbuch auch ein alter Bekannter wieder, der im Baseler Ausschuss keine Mehrheit für eine Säule I-Regulierung gefunden hat. Elemente des dort verworfenen Standardansatzes werden hier wieder aufgegriffen und ihre Anwendung ins Ermessen der Aufseher im Rahmen des SREP gestellt – verbunden mit neuen Offenlegungspflichten der Institute. Weiter lesen.. »